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Nachdenkliches
02.12.2003 - Zusatzstoffe
Es gibt mittlerweile sehr viele Rohstoffe, die für die gesunde Ernährung wirkungsvoll sind, aber nur wenige Unternehmen sind sich dessen bewusst. Vor allem in der Fleischbrache beschäftigen sich zu Wenige damit oder haben keine Kenntnis davon. Durch bestimmte Inhaltsstoffe könnte man den Verbraucher viel mehr gewinnen, wenn anstatt der Gedanke, nur Fleisch zu verarbeiten auch einmal in eine andere Richtung gehen würde, könnte so manches Unternehmen eine Umsatzsteigerung erwirtschaften. Die Unternehmen in der Milchbranche haben es vorgemacht, die Bäcker haben es teilweise verstanden, den Kunden nicht nur mit Frische, sondern auch mit ernährungsphysiologisch Produkten an sich zu binden. Zum Beispiel einen Fleischriegel mit Anteilen Fleisch, Gemüse sowie Kulturen die sich positiv auf das Wohlbefinden einwirken und Weißmehl, das effektiv eine Hilfe zur Regulierung des Körpergewichtes Einfluss nehmen kann. Es gibt resistenten Stärken, die es möglich machen, die Verdauungsrate von Kohlenhydrate im Dünndarm zu kontrollieren. Hier möchten wir einen Denkanstoß geben, warum passen wir uns nicht der aktuellen Marktsituation an und produzieren etwas, das als kleines Frühstück ausreicht, um sämtliche Belange, was unser Körper braucht, anzubieten.
In der heutigen Zeit wird viel zu sehr immer auf die Mitbewerber geachtet, als auf sich selbst. Würde so ein mancher mit der Zeit gehen hätte man nicht die derzeitige Flaute in vielen Betrieben. Die Industrie macht es vor. Und wenn jemand der Meinung ist, der Verbraucher kann die Qualität nicht unterscheiden, der irrt. Denn heute ist es mittlerweile so, das industriell hergestellte Produkte oft besser, hygienischer verpackt und vor allem bequemer einzukaufen sind. Sehen, Kaufen, essen. Keine Verkäuferin die keine große Lust hat einen Kunden wie einen König zu behandeln. Geschweige Zusatzverkäufe zu machen, was ist das? Der wichtigste Aspekt ist, es muss schmecken.
Darum, beobachten Sie den Markt, welche Artikel gefragt sind oder auch welche Produkte in der Zukunft gefragt sein könnten.
Auch in der Fleischbranche, hat man manchmal das Gefühl, das es wie in der Politik ist, das viel geredet wird, aber wenig davon umgesetzt wird, wenn überhaupt.
Diejenigen die Erfolg haben, sind meistens die, die nicht groß in der Presse oder in der Öffentlichkeit sich etwas beweisen müssen. Und diejenigen die nichts vorweisen können, müssen immer an vorderster Front stehen, zumindest man muss gut reden können oder sich wichtig tun.
CMA, QS, IFS, TÜV alle Variationen sollen dem Verbraucher Sicherheit geben, das er gesicherte Qualität einkauft. Die Frage ist, weiß der Verbraucher damit etwas anzufangen. Und weil man noch mehr für den Verbraucher tun will muss natürlich noch die EU durch – setzen, das jedes Produkt Quit – Ausgezeichnet wird. Obwohl wir alle wissen, das auch hier wiederum der Verbraucher nichts damit anfangen kann.
Solange die Werbung und die ganze Öffentlichkeitsarbeit, im wesentlichen nur in den eigenen Reihen getätigt wird, kann unsere Branche in kein besseres Licht gerückt werden. Wenn die ganzen positiven Berichte aus den Fachzeitschriften in aktuelle Tagezeitungen abgeruckt werden würden, hätte man bald wieder ein ganz anderes Berufsbild.
Wir sollten uns wieder auf die alten Tage unserer Väter und Uhrgroßväter zurück erinnern, denn hier wurde mit wenig viel gemacht. Würden wir frisches Fleisch verarbeiten unter hygienischen Aspekten zubereitet, würde sehr oft nur Salz und Naturgewürze ausreichen, um ein schmackhaftes Produkt herstellen zu können. Aber nein es muss noch ein Mittelchen von da und von dort sein und vielleicht noch ein Geschmacksverstärker, um zu meinen man würde etwas gutes tun. Wir würden allen Alergiegern damit helfen und somit auch uns. Aber der Verbraucher ist nicht blöd, er hat sehr bald gemerkt, das es bei Aldi und Co. Wunderbare Wurstwaren gibt, die auch noch sauber verpackt sind und teilweise nach dem Abziehen der Folie direkt auf den Tisch gestellt werden können.
Von wegen beim Metzger gibt es nur Qualität. Sind wir mal ehrlich, es gab Zeiten da hat die Industrie noch gar nicht den Markt gehabt, da gab es schon die ersten Metzger die Soja einsetzen mussten, weil sie gedacht hatten, sie können mehr Rendite dadurch herausholen. Es gäbe so viel zu erzählen, was man so alles gesehen hat in den letzten 20 Jahren. In Deutschland gibt es Betriebe, die wirklich Vorzeigebetriebe sind, aber es gibt auch jede Menge Betriebe die nicht das Schild Qualität vor die Türe hängen dürften.
Nur mal zwischen durch, denken sie nicht oft daran, einmal etwas ganz neues auf den Ladentisch oder auf den Markt zu bringen, wodurch sie sich von den Anderen abheben können. Denken wir mal an Döner, unser Staat hat es geschafft, den Herstellern des Produktes, die Möglichkeit zu geben, zum einen viel (schwarzes) Geld zu verdienen und zum anderen auch noch nebenbei so manchen Euro (DM) heilig zu sprechen. Die Frage kommt jetzt höchstwahrscheinlich auf, was wir damit meinen. Hinter den großen Unternehmen stehen türkische Banken und hinter den kleineren Produzenten stehen private Personen, die Geschäfte hervorragend regulieren können, die einen ins Gröpfchen die Anderen ins Töpfchen. Der Döner Konsum hat schon vor vielen Jahren den doppelten Umsatz gehabt wie Mc`Donalds. Von den Hygienische Vorrausseztungen sprechen wir erst mal gar nicht, denn was haben solche Nationen die aus den Bergen kommen mit Hygiene zu tun. Und vor allen Dingen wo wurde hier und heute das Rindfleisch kontrolliert. Vor 20 Jahren wo die ersten Stände entstanden, hat keiner von der Rezeptur eine Vorstellung gehabt und heute noch werden keine feste Regelung angewendet. Warum? Keine Frage, man sollte sich immer gastfreundlich geben.
Weiter in der nächsten Serie
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Michael Wahl |